Der alte Wald
Alter Wald erfüllst mein Herz mit Stolz, wenn dein stillen Trost ich suche, Weisheit, Kraft, Vollkommenheit find ich unter Fichtendach und Buche. Du klagender Zeuge der Zeit weisst zu singen von dem was einst geschah, flüsterst traurig wogend von den Erhabenen, alten Zeiten. Deiner Lieder Weisheit ich stehts still in mir bewahr, als noch Germanen stolz und furchtlos unter deinen Armen weilten. Ihr Schwur, dein Antlitz stehts zu schützen, noch im Winde durch deine Kronen schweift. Meiner Ahnen Wunsch ich durch deine Bracht erfahr. Ihr Schwur, zu schützen, was dein von jeher war! Deine endlosen Weiten, von Buchenwerk und Tannenmeer mit machtvollem Wuchs, dem Sturme stehts zur Wehr. Dein Kleid aus feinen Nebelhauch der dich leicht umarmt, und doch undurchdringlich deine geheimen Schätze wahrt. Deine endlosen Weiten, von Buchenwerk und Tannenmeer mit machtvollem Wuchs, dem Sturme stehts zur Wehr. Dein Kleid aus feinen Nebelhauch der dich leicht umarmt, und doch undurchdringlich deine geheimen Schätze wahrt. Erwacht zum Morgen hin, durchdrängt mit feinen Fäden aus Licht. Würdig alt und über allem stolz erhaben, dein weithin, von neu erstrahlendes Gesicht. Aus glitzernden Bächen deine Adern sind, die mit klaren Klang vom Berge fließen. Lässt mit deinen starken Wurzeln, meine Heimat fest umschließen. So verzaubernd schön deine dunklen Tiefen, Geheimnissvoll und still. Kein anderer Ort zu Erden, wo ich zum Schlafe ruhen will.